Satzungen des Salzburger Leichtathletik Verbandes

§ 1 - Name, Zweck und Sitz des Verbandes

1. Der Verband führt den Namen Salzburger Leichtathletik Verband (Kurzbezeichnung „SLV“) und ist die Vereinigung aller Leichtathletik betreibenden Vereine des Bundeslandes Salzburg.


2. Der SLV bekennt sich zum reinen Amateurgedanken auf der Grundlage der Gemeinnützigkeit. Alle Mittel, die er erwirbt, werden zur Pflege und Förderung der Leichtathletik in Salzburg verwendet. Der SLV erstrebt keine Gewinne und übt seine Tätigkeit zu obgenannten gemeinnützigen Zwecken unter Ausschluss aller politischen Bestrebungen aus.


3. Der SLV ist Mitglied des Österreichischen Leichtathletik Verbandes
(Kurzbezeichnung „ÖLV“), der Vereinigung der Landes-Leichtathletik-Verbände, zur Pflege und Förderung der Leichathletik in Österreich und grundsätzlich an die Satzungen des ÖLV und deren Ausführungsbestimmungen gebunden.


4. Der Sitz des SLV ist in Eugendorf.

§ 2 - Ziel des Verbandes

Ziel des Verbandes ist, die Leichtathletik im Bundesland Salzburg zu stärken und zu fördern, insbesondere durch Heranbildung einer großen, auf hohem Leistungsniveau stehenden Zahl von Athleten  des allgemeinen Wettkampfsports, sowie die Koordinierung des Nachwuchssports auf breiter Grundlage. 
Gleichzeitig wird die Persönlichkeitsentwicklung in Richtung Gesundheit und soziale Kompetenz der Jugendlichen unterstützt. Die Förderung des Frauensports ist ein weiteres Ziel des SLV. 

§ 3 - Aufgaben des Verbandes

1. Aufgaben des Verbandes sind die einheitliche Ausrichtung und Organisation der Leichtathletik in seinem Verbandsbereich nach den vom ÖLV im Rahmen der Vorschriften des Internationalen Amateur-Athletik-Verbandes (IAAF) festgelegten Regeln und Bestimmungen hinsichtlich des allgemeinen Wettkampfsports.
2. Die Vertretung der Leichathletik nach außen im Bundesland Salzburg, insbesondere in der Landessportorganisation (LSO) sowie im ÖLV.

§ 4 - Geldmittel des Verbandes

Die erforderlichen Geldmittel des SLV werden aufgebracht:

1. Durch die vom Verbandstag zu bestimmenden Beiträge sowie jene Zahlungen, die sich auf Grund der in §16 der Satzungen des ÖLV aufgezählten Ausführungsbestimmungen ergeben.
2. Durch Erträgnisse von Veranstaltungen und Kursen.
3. Durch Zuwendungen aus dem Ertrag des österreichischen Sporttotos.
4. Durch Subventionen der öffentlichen Hand, durch Spenden und allfällige sonstige Zuwendungen einschließlich Fördererbeiträge.
5. Durch Zinserträge, Erträge aus Wertpapieren und sonstige Vermögensverwaltung.
6. Durch Werbung jeglicher Art.

§ 5 - Mitgliedschaft

1. Jeder Leichtathletik betreibende Verein Salzburgs kann Mitglied des SLV werden, wenn seine Satzungen nicht im Widerspruch zu den Satzungen des SLV stehen.


2. Der Aufnahmeantrag ist beim SLV einzureichen, dessen Verbandsvorstand nach Überprüfung der vorgelegten Satzungen über die Aufnahme entscheidet. Bei einem ablehnenden Bescheid ist die Berufung an den Verbandstag des SLV möglich.


3. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Auflösung des Vereines sowie durch Auflösung des Verbandes.
Der Austritt eines Verbandsvereines ist bis zum Ende des Verbandsjahres, in dem der Austritt erfolgen soll, mittels eingeschriebenen Briefes, oder durch eine gesicherte elektronische Information an den Vorstand des SLV anzuzeigen.
Der Ausschluss eines Verbandsvereines kann durch den Vorstand des SLV erfolgen:


a) Bei Verletzung der Satzungen des SLV bzw. ÖLV.

b) Wegen schwerer Vergehen gegen die Ordnungen des ÖLV, welche Ausführungsbestimmungen zu den Satzungen darstellen.

c) Wenn der Verein mit seinen Zahlungen gegenüber dem SLV länger als ein Jahr im Rückstand ist.

Gegen den Ausschluss eines Verbandsvereines kann dieser Berufung an den Verbandstag des SLV ergreifen (wirksam im gesamten ÖLV).
Ausgetretene oder ausgeschlossene Vereine sind verpflichtet, allen während ihrer Zugehörigkeit zum SLV entstandenen Verbindlichkeiten gegenüber dem Verband nachzukommen, doch haben diese Vereine kein Recht auf das Verbandsvermögen.

§ 6 - Rechte und Pflichten der Mitglieder

1. Sämtliche Mitglieder haben das Recht, unter Beachtung der bestehenden Bestimmungen die Einrichtungen des Verbandes zu benützen und an seinen Veranstaltungen teilzunehmen.

2. Allen Mitgliedern obliegt die Förderung der Verbandszwecke. Sie sind insbesondere zur Einhaltung der Satzungen des ÖLV, der Satzungen des SLV, der im § 16 der Satzungen des ÖLV genannten Ordnungen und der von den Organen des ÖLV und des Landesverbandes gefassten Beschlüsse verpflichtet.

3. Folgende der im §16 der Satzungen des ÖLV genannten Ordnungen sind im Landesverbandsbereich direkt anzuwenden:

a) Österreichische Leichathletikordnung
b) Amtliche Wettkampfbestimmungen
c) Geschäftsordnung
d) Rechts- und Disziplinarordnung
e) Kampfrichterordnung
f) Lehr- und Trainerordnung

§ 7 - Verbandspersonen

Verbandspersonen sind die Verbandsvereine, Vereins- und Verbandsfunktionäre, Trainer und Übungsleiter, Kampfrichter sowie alle beim Verband gemeldeten Vereinsangehörige. 

§ 8 - Organe des Verbandes

1. Diese sind

a) der Verbandstag
b) der Verbandsvorstand
c) der Geschäftsführende Vorstand
d) die Rechnungsprüfer.

2. Beschlüsse dieser Organe sind für alle Verbandspersonen bindend.

§ 9 - Der Verbandstag

1. Der Verbandstag setzt sich aus dem SLV-Vorstand gemäß §10 und den stimmberechtigten Vertretern der Verbandsvereine zusammen.

2. Stimmberechtigung
Die Mitglieder des Verbandsvorstandes haben je 1 Stimme.
Die Verbandsvereine haben je eine Grundstimme und Zusatzstimmen nach Leistungskriterien.
Die Leistungskriterien für die Zusatzstimmen werden vom Verbandstag bestimmt.

3. Die Verbandsvereine üben ihr Stimmrecht beim Verbandstag durch volljährige Vertreter aus, die sich durch eine schriftliche Vollmacht ihres Vereines ausweisen.

4. Vereine, die mit ihren Zahlungen gegenüber dem SLV im Rückstand sind, dürfen ihr Stimmrecht nicht ausüben.

5. Der ordentliche Verbandstag findet alljährlich spätestens bis Ende April statt.  Ort und Zeitpunkt des Verbandstages sind auf der Hompage des SLV ersichtlich (http://www.s-lv.at/).

    6. Ein außerordentlicher Verbandstag kann jederzeit vom Verbandsvorstand einberufen werden. Auf schriftlichen Antrag von Verbandsvereinen, die mindestens 10 % der stimmberechtigten Vereine entsenden, muss der Verbandsvorstand einen außerordentlichen Verbandstag einberufen. Der außerordentliche Verbandstag hat die gleichen Rechte wie der ordentliche Verbandstag.
    Die Bestimmungen über den ordentlichen Verbandstag finden auf den außerordentlichen Verbandstag sinngemäß Anwendung mit der Maßgabe, dass die Einladungen, die auch per Fax oder E-mail ergehen können, mindestens 8 Kalendertage vorher erfolgen müssen.

    7. Jeder ordnungsgemäß einberufene Verbandstag ist bei Anwesenheit der Vertreter von mindestens der Hälfte aller berechtigen Stimmen beschlussfähig. Wenn ein Verbandstag zur festgesetzten Stunde nicht beschlussfähig ist, so findet eine halbe Stunde später ein 2. Verbandstag mit der gleichen Tagesordnung statt, der unter allen Umständen beschlussfähig ist.

    8. Dem Verbandstag bleiben insbesondere vorbehalten:

    a) Anerkennung der Verhandlungsschrift des letzten Verbandstages
    b) Prüfung des vom Verbandsvorstand zu erstattenden Rechenschaftsberichtes einschließlich des Rechnungsabschlusses.
    c) Prüfung des Berichtes der Rechnungsprüfer und Entlastung des Vorstandes.
    d) Wahl des Verbandsvorstandes, des Rechtsausschusses und der Rechnungsprüfer.
    e) Beschlussfassung über den Haushaltsplan und Festsetzung des Verbandsbeitrages.
    f) Beschlussfassung über Anträge der Organe des Verbandes sowie über Anträge der Verbandsvereine, die mindestens zwei Wochen vor dem Verbandstag (drei Tage vor dem außerordentlichen Verbandstag) beim Verbandsvorstand eingelangt sind.
    g) Beschlussfassung über Berufungen betreffend die Aufnahme oder den Ausschluss von Verbandsvereinen.
    h) Auflösung des SLV.

    9. Der Verbandstag wählt die Mitglieder des Verbandsvorstandes und die Rechnungsprüfer mit einfacher Mehrheit ohne die Stimme der Vorstandsmitglieder für die Dauer von drei Jahren.

    10. Die Beschlüsse des Verbandstages werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Stimmengleichheit gilt als Ablehnung, außer bei einer Wahl. Satzungsänderungen müssen mit zwei Drittel, die Auflösung des Verbandes sowie der Austritt aus dem ÖLV mit drei Viertel der vertretenen Stimmen beschlossen werden.

    11. Einzelheiten über Tagesordnung, Leitung, Wahlen und Anträge enthält die Geschäftsordnung des ÖLV.

    § 10 - Der Verbandsvorstand

    Bezeichnungen

    Aufgaben
    Präsident SLV-Repräsentant,  Koordination SLV-Vorstand, Vorstandssitzungen 
    Stellvertretende(r) Präsident(en)Vertretung des Präsidenten
    Schriftführer Protokollerstellung bei SLV-Sitzungen
    Kassier 

    Abrechnung Förderungen, lfd. Buchhaltung, Jahresabschluss, Budgeterstellung

    Sportkoordinator 

    gemeinsam mit SLV-Trainern: Vereinsbetreuung, Fortbildung Trainer 

    Schule- und Nachwuchskoordinator        Organisation LAMS 
    Melde- und Ordnungsreferent  Verwalten der Mitgliederdatenbank (Vereine, SLV, ÖLV), Anmeldung zu Meisterschaften
    Geräte- und Anlagenreferent Geräteverwaltung
    Lauf- und Berglaufreferent Vergabe Lauf- und Berglauf-LM an Vereine, Kontakt zu veranstaltenden Vereinen
    SeniorenreferentZuständig für Masterbewerbe
    KampfrichterreferentAusbildung von Kampfrichtern, Informationen über neue Wettkampfregeln, Warten einer KR-Datenbank
    EDV-Referent, Social Media 

    Infrastruktur Auswertung erstellen und verwalten,

    Aufbewahrung EDV-Auswertung, SW- und HW-Betreuung, Organisation Auswertungsteam, Meldesystem, Akkreditierungen 

    Pressereferent 

    Bindeglied zur Sportpresse, Berichterstattung von SLV-Veranstaltungen, inhaltliche Koordination mit Webmaster

    Webmaster SLV-Inhalte: Kalender, Ausschreibung, Ergebnisse, Vereine, Kontaktdaten, Social Media: Zusatzinfos zu Veranstaltungen, Bilder, Kommentare
    Ehrenpräsident(en) Sitz und beratende Stimme 

    Aufgaben des Verbandsvorstandes: 

    Er entscheidet in allen Fällen über die authentische Auslegung der Satzungen, leitet insbesondere die Verwaltung des Verbandes und setzt u.a. die offiziellen Verbandstermine fest.

    Die Vorstandsmitglieder können aufgrund veränderter Rahmenbedingungen entsprechend angepasst werden (durch Kooptierung während der Funktionsperiode bzw. durch Wahl beim nächsten Verbandstag).
    Hauptamtlich tätige Mitarbeiter sind im Verbandsvorstand nicht stimmberechtigt.
    Die Anzahl der Personen im Verbandsvorstand ist auf 20 begrenzt (ohne Ehrenpräsidenten).

    § 11 - Der Geschäftsführende Vorstand

    Besteht aus:

    1. dem Präsidenten 
    2. den/dem stellvertretenden Präsidenten 
    3. dem Schriftführer 
    4. dem Kassier und 
    5. dem Sportkoordinator 

    Der Geschäftsführende Vorstand ist Leitungsorgan im Sinne des Vereinsgesetzes. Zu seinen Aufgaben gehört die gesamte Vereinstätigkeit einschließlich der Rechnungslegung.
    Weiters berät und entscheidet er alle Fragen der hauptamtlich für den Verband tätigen Mitarbeiter. Der Verband wird vertreten durch den Präsidenten und einem weiteren Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes. Im Falle der Verhinderung des Präsidenten tritt an seine Stelle (einer) der durch die Geschäftsordnung bestimmte(n) Vizepräsident(en). Die Vertretung anderer Vorstandsmitglieder wird vom Verbandsvorstand im eigenen Bereich geregelt.

    §12 - Die Rechnungsprüfer

    Der Verbandstag wählt auf die Dauer von drei Jahren zwei Rechnungsprüfer. Die Rechnungsprüfer sind berechtigt und verpflichtet, die Wirtschafts- und Kassenführung des SLV laufend zu überwachen, die Kassenlage und den Kassenbericht zu prüfen und darüber dem Verbandsvorstand und dem Verbandstag zu berichten. 

    §13 - Das Schiedsgericht

    Alle aus den Verbandsverhältnissen entstanden Streitigkeiten zwischen Mitgliedern des Verbandsvorstandes und Verbandsvereinen werden ohne Berufungsrecht durch ein Schiedsgericht als einzige Instanz im Bereich des SLV geschlichtet. Dieses Schiedsgericht ist beim Verbandsvorstand zu beantragen, der über die Zulässigkeit endgültig entscheidet. Jeder Teil wählt zwei Schiedsrichter, diese haben sich auf ein fünftes Mitglied als Obmann zu einigen. Bei Nichteinigung entscheidet das Los über den Obmann, der bei der Entscheidung des Schiedsgerichtes nicht mitzustimmen, wohl aber bei Stimmengleichheit zu entscheiden hat. 

    §14 - Auflösung des Verbandes

    Die Auflösung des Verbandes kann jeder ordnungsgemäß einberufene Verbandstag beschließen, wenn die Auflösung als besonderer Punkt der Tagesordnung bekannt gegeben war. 
    Im Falle der Auflösung oder bei Wegfall des bisherigen begünstigten Verbandsvermögens entscheidet der Verbandstag über die Verwendung des verbleibenden Verbandsvermögens. Es muss zugunsten gemeinnütziger sportlicher Zwecke im Sinne der §§ 34ff BAO verwendet werden. 

    §15 - Geschäftsjahr

    Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 


    Satzungen des SLV, September 2016          

    ZVR: 520155280

    © Salzburger Leichtathletik-Verband